Welt der Gefühle
Freitag, 28. Oktober 2016
Ich schenke dir mein Vertrauen
"Vetrauen ist eine Oase im Herzen, die von einer Karawane des Denkens nie erreicht wird." Khali Gibran
An alle Kopf und nicht Herzensdenker.

Gehörst du zu der Art Mensch, die sein Vertrauen schnell einem anderen Menschen abgibt oder bist du eher der Skeptiker, weil du dir nicht sicher sein kannst, wem du vertrauen kannst und wem nicht?
Wer vertraut gibt ein bisschen Verantwortung ab und eigentlich ist das doch schön. Es gibt jemanden anderes der Dinge für dich in dem Gewissen erledigt, es gut zu machen, oder jemand den du an deinen Gedanken teilhaben lassen kannst, ohne Angst davor haben zu müssen, dass morgens Frau Müller die Nachbarin einem beim Briefkasten leeren auf seine Probleme anspricht. Keiner möchte, dass wenn er etwas Geheimes von sich preis gibt, dass das Ganze durch einen löchrigen Sieb fließt und nachher jeder über dich Bescheid weis.
Die Gruppe der Skeptiker sind jedoch stets drauf bedacht, möglichst wenig Infos über sich preiszugeben. Es könnte ja jemand auf die glorreiche Idee kommen, sich diese Informationen zu Nutze zu machen. Ok aber mal ganz ehrlich, das wird doch auf die Zeit ein bisschen arg anstrengend, wenn man immer mit einem strengen Blick und einem wachsamen Auge auf der Hut ist. Auf meiner Arbeit gibt es auch eine Person,die mich an meinem ersten Tag ganz merkwürdig angeschaut hat. Ich war mir anfangs wirklich unsicher, wie ich sie jetzt nehmen soll, da immer wenn ich gefragt habe:" Und was hast du so Schönes am Wochenende gemacht, einen sehr säuerlichen missbilligenden Blick abbekommen habe. Und mal ehrlich was hätte ich mit der Information angefangen, dass sie beim Friseur war und danach den Wocheneinkauf gemacht hat.
Wenn ich einen Auftrag bekommen hatte, dann kontrollierte sie anschließend immer das was ich getan hatte. Das heißt also sie hat ihre Arbeit gar nicht an mich abgegeben, sondern nur von oben überwacht. Mittlerweile hat sie verstanden, dass wenn ich das Regal einräume, schon nicht das ganze Alphabet dabei durcheinander bringe.
Aber auch den Skeptikern sei gesagt, irgendwann gibt jeder sein Vertrauen in die Hand eines Anderen. Beim Arzt zum Beispiel, vertraut ja jeder darauf, dass er die richtigen Medikamente für einen herausgesucht hat oder dass der Bankberater sich nicht dein ganzes Geld unter den Nagel reist und damit schön einen Urlaub auf Barbados macht,weil du ihm vertraut hast, dein Geld in einen dieser merkwürdigen Fonds zu stecken, von dem du als nicht Fachmann ja gar keinen Plan im wesentlichen hast.
Vertrauen muss man sich verdienen! Das ist ganz meine Meinung. Schon als Kind habe ich Menschen immer ganz schief angeschaut, weil ich mir nicht sicher war. Meine Oma hat immer dann ganz nett gesagt:"Sie versucht immer in das Innere des Menschen zu schauen". Ja das habe ich und auch wenn sich viele Erwachsene damals wohl gedacht haben müssen, die ist aber komisch, war das eine Art Versicherung für mich, mein Vertrauen ein Stück zu verschenken.
Jetzt habe ich gelernt, dass es durchaus das Schaf im Wolfswintersteppmäntelchen gibt, dass anfangs einen geradezu überfreundlichen Eindruck macht.
Aber wenn man sein Vertrauen in kleinen Häppchen zuwirft und Manches für sich behält kann man ganz gut damit fahren.
Klar haben wir immer Angst das es Menschen gibt, die unser Vertrauen nicht verdient haben und es wird auch immer Welche geben die uns ausnutzen. Aber eins ist wichtig, sich nicht zu verschließen, weil vielleicht hat man ja eine ganze nette Kollegin, die einem nach seinem Wochenende fragt und dabei einfach absolut keine bösen Gedanken hat:)

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